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Märkische Allgemeine News

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Der neue Jugendmedienstaatsvertrag und die Altersfreigabe im Internet.

Es soll also in Zukunft jeder bei seiner Website eine freiwillige Altersqualifikation seiner Inhalte durchführen und diese entsprechend kennzeichnen. Damit könnte man leben. Diesen Kommentar hier bitte nicht falsch verstehen: Ich bin dafür Inhalte die sich vorwiegend an Erwachsene richten als solche auch zu deklarieren.

Der Sinn hinter dem ganzen soll eine Ausweitung des Jugendschutzes in's Web sein. Gut. Folgende Altersfreigaben sind geplant/verabschiedet: 0 Jahre, 6, 12, 16 und ab 18 Jahre.

Unsere Politiker scheinen aber nur mit dem Videotext und eventuell einem Faxgerät als 'moderne' Kommunikationsform näher vertraut zu sein.
Andernfalls kann ich mir nicht erklären wie man sich als eine mögliche Lösung für die Zugangserschwernis im Netz solch einen Blödsinn wie 'Sendezeitbeschränkung' vorstellen kann.
Das es das (böse) Internet auch auf dem Handy, auf Playstations als auch bereits in manchen Fernsehgeräten und womöglich sogar in anderen Zeitzonen usw. gibt, wo ein Jugendschutzfilter naturgemäß nicht greift, ist denen noch gar nicht aufgegangen.

Liegt sicher an den Nächtelangen Sitzungen im Parlament wo dieser und anderer Quatsch diskutiert werden muss. Kommen einfach zu nichts, die armen...

Also der Zweck hinter allem soll ein Schutz der Kinder und Jugendlichen vor entwicklungsbeeinträchtigenden Angeboten sein. Soweit ist alles okay! Aber die Umsetzung ist mal wieder...

Liebe Politiker und besorgte Medienrechtler: Ein solcher Schutz wie er hier diskutiert wird ist im Internet nicht möglich!

Wenn Sie auf toggo.de, eBay.de oder google surfen und Ihre eingegebenen Suchbegriffe dort nicht allzu exotisch sind passiert Ihnen nach dem drücken der Enter-Taste da wirklich nichts schlimmes! Probieren Sie das ruhig mal aus!

Im Übrigen besteht bereits jetzt ein umfänglicher Schutz, zumindest in Deutschland (Das sind die Seiten mit einem .de hinten wie etwa www.jugendschutz.de).

Ich will Ihnen aber nicht verschweigen das es auch Seiten aus anderen Ländern geben soll, habe ich zumindest gehört. Die lauten dann aber nicht auf .de und können somit getrost ignoriert werden. Dort interessiert man sich übrigens nicht sonderlich für Ihren Jugendmedienstaatsvertrag. Alles böse Menschen und Wilde eben anderswo.

Hier zum Beispiel: Wieder mal typisch für's ignorante Ausland: www.jugendschutz.ru (Russland) oder www.jugendschutz.it (Italien) existiert da erst gar nicht! Da kann man wohl nichts machen, ...alles Banausen.

Aber ich habe eine einfache und Kostenneutrale Lösung für dieses Dilemma:

Liebe Politiker! Lassen Sie Ihr Internet (Das ist das Teufelswerk welches mit Programmen die da Browser heißen daherkommt) einfach von 6:00 - 22:00 Uhr aus! Diese Empfehlung ist durchaus ernst gemeint von mir. Dann wären Sie nicht gezwungen über Sachen zu reden von denen Sie sowieso nichts verstehen und müssten sich nicht dauernd in der Öffentlichkeit entblöden!

Die Medienkompetenz sitzt immer vor dem Rechner, nicht drinnen! Das gilt für Politiker, Eltern und Medienschützer!

Kinder und Jugendliche sollen den Umgang mit dem Internet lernen, keine Frage! Aber lernen heißt: Kinder müssen an Medien herangeführt (Betonung liegt auf führen) und begleitet werden, bis diese einen selbständigen und achtsamen Umgang mit den neuen Medien beherrschen. Das ist bei Büchern, Filmen, Fernsehen, Spielen und neuerdings auch dem Internet so. Und, Sie dürfen den Eltern unserer Kinder ruhig etwas mehr und vor allem Kompetenz in Erziehungsfragen zutrauen.

Nur weil Sie die neuen Medien nicht begreifen/beherrschen, trifft dies nicht unbedingt auf die breite Masse zu!

(Obwohl mit dem Wort beherrschen eventuell 'beherrschen wollen' von Ihnen gemeint ist...)

crusher1895

 

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